Arbeitsweise

Anzeigen und Plakate

Eine Einsicht in unsere Arbeitsweise

In »Alles was Sie schon immer über Werbung wissen wollten« aus dem Jahr 1996 ist dokumentiert, dass wir täglich schätzungsweise 2000 bis 3000 Werbebotschaften ausgesetzt sind.

1998 schrieben Holger Jung und Jean-Remy von Matt in ihrem Buch »Momentum – Die Kraft, die Werbung heute braucht«, dass man mittlerweile täglich zwischen 4500 Werbebotschaften wählen muss. Egal wie viele es heute sind – fest steht, dass die Zahl unaufhaltsam ansteigt. In dieser Werbeflut muss sich die Botschaft einer einzelnen Anzeige behaupten können.

» Wirft man jemandem einen Tennisball zu, wird er ihn mit ziemlicher Sicherheit fangen. Wirft man ihm dagegen fünf Tennisbälle zu, wird er keinen einzigen fangen.«

Bei der durchschnittlichen Betrachtungsdauer einer Anzeige von 1,7 Sekunden ist nicht die Fülle von Informationen entscheidend, sondern eine aufmerksamkeitsstarke Idee.

Grundsätzlich gibt es vier Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit des Betrachters zu wecken:

Formale Mittel:
Größe, Farbe, Form, Kontrast, Wiederholung
Informative Mittel:
USP - Unique Selling Proposition (Einzigartiger Verkaufsvorteil), technische Vorteile
Emotionale Wirkung:
Erotik, Kindchenschema, Freiheit, Prestige
Irritation der Wahrnehmung:
Montage, Perspektive, Traumwelten

Für die Konzeption der Werbemaßnahmen des Internationalen Festivals des Kurzfilms spielten wir sämtliche Ideen zum Thema Film durch - vom Filmstreifen über die Filmspule und Filmkamera bis hin zur Filmperforation.

» Um einen neuen Ansatz zur Ideenfindung zu erhalten, suchten wir nach etwas, das nichts mit dem Thema Film zu tun hatte und kamen auf die Waschmaschine. Viele Assoziationen zu Film und Festival ließen sich auf die Waschmaschine übertragen: Unterschiedliche Programme, verschiedene Laufzeiten und – wer hat noch nicht durch das Trommelfenster gebannt den Waschgang verfolgt.«

Damit war ein erfolgreiches Konzept für das Kurzfilmfestival geboren.

Der Begriff »Waschmaschine« ist bei uns zum Auslöser für den themenfremden Neubeginn eines Brainstormings (Ideenfindung durch Assoziationsketten) geworden.

Welche spannenden Geschichten entstehen, wenn man Assoziationsketten bildet, zeigt der Auszug aus einer Praktikantenarbeit zum Thema »Ostern«.

» Ostern, Hasen, Playboy, Villa, Swimmingpool, Chlor, Periodensystem, Alkohol, Party, Disko, Drogen, abhängig, Therapie, Kur, Nordseeinsel, Jadebusen,   Südstrand,   Wilhelmshaven«